Neues vom Mobilitätsnetz

(vom 29. Januar 2016)

Straßenbahn ins Neuenheimer Feld: Regierungspräsidium genehmigt alle Planänderungen

Das Regierungspräsidium Karlsruhe hat alle von der Vorhabenträgerin beantragten Änderungen für den geplanten Neubau der Straßenbahntrasse ins Neuenheimer Feld genehmigt. Das hat das Regierungspräsidium als zuständige Planfeststellungsbehörde heute mitgeteilt. Das Regierungspräsidium hat hierzu die sogenannte erste Planänderung am bestehenden Planfeststellungbeschluss genehmigt. Diese Änderung umfasst das gesamte Maßnahmenpaket, das die Vorhabenträgerin zur Nachbesserung im Bereich mehrerer Trassenabschnitte beantragt hatte.

Mit der Planänderung wollen die Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv) als Vorhabenträgerin für die geplante Straßenbahntrasse und die Stadt Heidelberg Klägern gegen die geplante Trassenführung entgegenkommen. Die Universität Heidelberg und weitere Kläger hatten im Sommer 2014 gegen den Planfeststellungsbeschluss des Regierungspräsidiums Klage eingereicht, im Dezember 2014 hatte der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg (VGH) einen vorläufigen Baustopp verhängt. Im April 2015 hatte die rnv beim Regierungspräsidium Karlsruhe den Antrag auf Planänderung eingereicht. Die beantragten Änderungen wurden nun vom Regierungspräsidium zur Gänze bestätigt. Stadt Heidelberg und rnv hoffen, dass die aktuelle Planänderung im laufenden Verfahren entsprechend berücksichtigt wird. Am 9. März 2016 soll die mündliche Verhandlung in der Hauptsache am VGH in Mannheim stattfinden.

„Bisher schon war das Projekt ein Meilenstein eines zeitgemäßen, komfortablen und behindertenfreundlichen öffentlichen Nahverkehrs“, erklärt das Regierungspräsidium Karlsruhe in einer Pressemeldung. Nun könne man es mit den aktuellen Änderungen nur als „nahezu maßgeschneiderte Erschließung des Neuenheimer Feldes“ bezeichnen. Wer sich die Trassenführung unvoreingenommen anschaue, werde sich keine schnellere, zentralere und bedarfsorientiertere Lösung vorstellen können.

Die Planänderungen betreffen im Wesentlichen drei Bereiche der Trasse – entlang des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), entlang des Botanischen Gartens und einen Bereich in der Straße Im Neuenheimer Feld, zwischen Kopfklinik und Geowissenschaften. Damit werden aus Sicht der Stadt alle planfeststellungsrelevanten Änderungswünsche aufgegriffen, die mit den Klägern im Zuge von Einigungsgesprächen erarbeitet und vom Regierungspräsidium zugelassen wurden. Darüber hinaus wollen Stadt und rnv auch diejenigen Anpassungswünsche der Kläger berücksichtigen, die nicht im Rahmen des Planänderungsverfahrens geregelt werden können und daher in separaten Verträgen verfolgt werden müssen.

Konkret soll die geplante Trasse im Bereich des Hofmeisterweges soweit nach Süden verlegt werden, dass der Botanische Garten nurmehr unwesentlich betroffen ist. Zudem soll neben den bereits geplanten stromlosen Abschnitten im Bereich des DKFZ und der Kopfklinik auch auf Höhe des Physikalisch-Chemischen-Instituts ein weiterer Abschnitt hinzukommen, auf dem die Bahnen ohne Stromaufnahme aus den Oberleitungen fahren können. Damit soll vermieden werden, dass empfindliche technische Geräte und wissenschaftliche Forschungen durch elektromagnetische Emissionen beeinträchtigt werden. Die von der Universität geforderte Geschwindigkeitsbegrenzung in diesem Abschnitt wurde von der rnv zugesagt. Im Bereich des DKFZ sollen die Parkplätze neu geordnet werden. Zusätzlich sollen die Schienen im Streckenabschnitt Haltestelle Kopfklinik bis vor die Haltestelle Geowissenschaften in einem punktförmigen Masse-Feder-System gelagert werden. So können eine noch stärkere Schwingungsdämpfung als ursprünglich geplant erreicht und die Auswirkung auf den Forschungsbetrieb im Bereich der Trassenführung weiter reduziert werden.

Straßenbahn ins Neuenheimer Feld als Teil des Mobilitätsnetzes Heidelberg

Die Heidelberger Straßen- und Bergbahn GmbH (HSB) als Eigentümer und die Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv) als Bauherr und Betreiber planen im Auftrag der Stadt Heidelberg eine Straßenbahn in und durch das Neuenheimer Feld. Die 2,5 Kilometer lange Trasse ist im Rahmen des Mobilitätsnetzes Heidelberg ein Bestandteil der Universitätslinie. Ziel ist es, das Neuenheimer Feld mit seinen zahlreichen Kliniken und Universitätseinrichtungen durch die neue Straßenbahn und fünf neue Haltestellen wesentlich besser zu erschließen und an Hauptbahnhof und Innenstadt anzubinden.

Weitere Informationen zur Straßenbahn im Neuenheimer Feld und den weiteren Teilprojekten des Mobilitätsnetzes Heidelberg finden Sie hier.

Text: Stadt Heidelberg

 

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