Aktiver Wasserschutz

(vom 16. März 2015)

Medikamente richtig entsorgen

Wasser ist unser Lebensmittel Nummer Eins. Deutschland ist zwar eines der Länder mit der besten Trinkwasserqualität, aber damit das so bleibt, ist ein Schutz unseres Grundwassers und unserer Gewässer vor Einträgen von außen wichtig.

Eine zunehmende Belastungsquelle für Wasser sind Medikamente. Täglich gelangen mehrere Tonnen davon in die Kanalisation. Dabei spielt vor allem ihre unsachgemäße Entsorgung eine Rolle. Eine aktuelle Studie des BdEW – Bund der deutschen Energie- und Wasserwirtschaft – zeigt: Viele Menschen werfen nicht genutzte oder abgelaufene Medikamente in die Toilette oder Spüle. Die Kläranlagen in Deutschland sind zwar bestens ausgestattet, aber sie können nicht alle Inhaltsstoffe von Medikamenten aus dem Wasser filtern. Eine Gesundheitsbelastung durch Arzneimittel ist nach heutigem Kenntnisstand ausgeschlossen. Damit das auch in Zukunft so bleibt, sollte die Belastung jedoch so gering wie möglich gehalten werden. Die Studie des BdEW kommt jedoch zu dem Schluss, dass nur 15 Prozent der Verbraucher ihre Medikamente immer richtig entsorgen.

Alte Medikamente sollen über die eigene Restmülltonne entsorgt werden. Da er thermisch behandelt wird, werden die Wirkstoffe umweltverträglich und vollständig zerstört.  

› Medikamente in Flaschen oder Ampullen sollten fest und sicher verschlossen werden, bevor sie in der Restmülltonne landen.
› Bei Papp-, Kunststoff- oder Blisterverpackungen sollten die Tabletten herausgetrennt und die Verpackungen in das Altpapier oder die gelbe Tonne bzw. den gelben Sack gegeben werden. Die Tabletten gehören in den Restmüll.
› Verbraucher sollten sich von ihrem Arzt oder ihrer Apotheke zu der angemessenen Packungsgröße beraten lassen – so wird Abfall gleich an der Quelle vermieden.
 
 
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