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Spatenstich zum Parkhaus hip

(vom 17. Januar 2020)

Sieben Personen beim Spatenstich
Beim Spatenstich für das neue Parkhaus (v.l.n.r.): Bürgermeister Hans-Jürgen Heiß; Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck; Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner; Michael Jäger, Geschäftsführer Stadtwerke Heidelberg Garagen; Peter Erb, Geschäftsführer Stadtwerke Heidelberg Umwelt; Uwe Bellm, Partner im Architektenbüro ap88; Michael Teigeler, Geschäftsführer der Stadtwerke Heidelberg Energie.

Stadtwerke Heidelberg bauen hochmodernes Parkhaus mit Technikturm im Heidelberg Innovation Park

Am Donnerstag, den 16. Januar 2020, hat der Spatenstich für das Parkhaus hip auf dem Gelände der ehemaligen Patton Barracks stattgefunden. Dort werden die Stadtwerke Heidelberg Garagen ein hochmodernes Parkhaus bauen – mit 672 Park- und 750 Fahrradstellplätzen sowie zahlreichen Elektroladestationen. Das innovative Konzept sieht zudem einen Technikturm mit einer innovativen Kälteanlage, eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach und eine 550 qm große Grünfläche auf der Ostseite des Parkhauses vor. Das Parkhaus ist für Besucher von Veranstaltungen in der dortigen Großsporthalle und als Quartiersgarage für den Heidelberg Innovation Park (hip) vorgesehen. Der Eröffnungstermin ist für das zweite Quartal 2021 geplant.

Vor über 60 Gästen und im Beisein von Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner, Heidelbergs Erstem Bürgermeister Jürgen Odszuck sowie des Geschäftsführers der Stadtwerke Heidelberg Garagen, Michael Jäger, fiel gestern der Startschuss für das Projekt.

„Damit Heidelberg klimaneutral wachsen kann, werden anspruchsvolle Zukunftstechniken realisiert. Deshalb freuen wir uns auf das speziell für das Parkhaus im hip entwickelte innovative Konzept, das technisch, wirtschaftlich und ökologisch wegweisend ist und damit einen wichtigen Beitrag hierzu leistet", betonte Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner in seiner Rede. Jürgen Odszuck, Erster Bürgermeister und zuständig für das Thema Bauen in Heidelberg, hob hervor: „Heidelberg will so bauen, dass auch künftige Generationen hier gerne und gut leben können. Das Parkhaus im hip ist ein gutes Beispiel für nachhaltige Stadtplanung und umweltbewusste Mobilität."

Michael Jäger, Geschäftsführer der Stadtwerke Heidelberg Garagen, beschreibt einen weiteren Meilenstein des Projekts: „Das Parkhaus hip ist die erste Hochgarage, die wir realisieren. Mit einem Investitionsvolumen von rund 38 Mio. € ist es für uns als dem regionalen Marktführer für die Bewirtschaftung von öffentlichem und privatem Parkraum das größte Projekt in unserer Historie. Mit dem Bau des Parkhauses sorgen wir nicht nur für hochmoderne Parkplätze, sondern auch für eine klimafreundliche Energieversorgung auf dem Gelände."

Zukunftsweisendes Konzept: hochmoderne Technik gepaart mit …

Das zukunftsweisende Konzept ist eine Co-Produktion der Stadtwerke Heidelberg Garagen und der Stadtwerke Heidelberg Umwelt. Seit Mitte 2017 haben diese auf Wunsch der Stadt Heidelberg das Projekt entwickelt und zu der nun anstehenden Umsetzung gebracht. Das Parkhaus wird als erstes seiner Art in Heidelberg auch Fahrradstellplätze bieten. Die Stellplätze für Autos werden geräumig sein, für E-Autos wird es Elektroladestationen geben und automatische Kennzeichenerkennung sowie ticket- und bargeldloses Bezahlen sollen den Parkkomfort erhöhen. Auch das Thema Sicherheit wird großgeschrieben: Geplant sind eine moderne Ausleuchtung, übersichtliche Bereiche, Videoüberwachung sowie nach Bedarf Personal bei größeren Veranstaltungen.

… Klimaschutz

Zentraler Baustein des Parkhauses ist ein 2.300 qm großer Technikturm mit einer innovativen Kälteanlage, die die angrenzende Großsporthalle und den Westteil des hip mit effizienter, klimaschonender Kälte versorgen wird. Dafür kommt eine Lösung der Stadtwerke Heidelberg Umwelt zum Einsatz, bei dem die Kälteenergie größtenteils klimaschonend aus Wärme gewonnen wird. Hierzu zählt auch die Abwärme von zwei im Technikturm untergebrachten Blockheizkraftwerken. Die Abwärme lässt sich nutzen, um die Kälteanlagen anzutreiben. Darüber hinaus werden zwei unterirdische Kälte-/ Eisspeicher entstehen.

Einen Teil des erforderlichen Stroms wird durch eine Photovoltaikanlage (PV-Anlage) mit 1.700 Modulen und einer Gesamtleistung von rund 520 kWp erzeugt. Die PV-Anlage dient zugleich als Dach des Parkhauses. Die Integration der Anlage in die Gebäudekonstruktion ist eine zukunftsweisende Bauart, denn damit sinkt das Gewicht des Dachs und der Ressourceneinsatz lässt sich optimieren.

Ein weiterer bemerkenswerter Bestandteil der Planungen befindet sich an der Ostseite des Parkhauses. Dort wird eine 500 qm große Grünfassade entstehen. Sie soll die biologische Vielfalt (Biodiversität) fördern und Platz für Bienen und Fledermäuse bieten. Darüber hinaus kann die Grünfassade bis zu 1,6 t CO2 pro Jahr umwandeln und bis zu 300 kg Feinstaub pro Jahr binden.

Technische Informationen zum Parkhaus hip

  • 672 PKW-Stellplätze mit einer komfortablen Breite von 2,60 m.
  • 750 Fahrradstellplätze, mit Lademöglichkeiten für eBikes.
  • Zunächst 20 E-Ladestationen à 22 kW, erweiterbar auf 120 E-Ladestationen.
  • Technikturm mit rund 2.300 qm. Der Technikturm versorgt die Großsporthalle und den gesamten westlichen Teil des hip mit Kälte. Im Erdgeschoss des Technikturms werden u.a. die erforderlichen Trafozellen und Schaltanlagen untergebracht. Im 1. OG entstehen zwei Blockheizkraftwerke, deren Abwärme als Antrieb für die sechs thermisch angetriebenen Kältemaschinen im 2. OG genutzt werden können. Das Konzept wird durch fünf Kompressionskältemaschinen im 3. OG, neun Rückkühlwerke auf dem Dachgeschoss sowie durch zwei unterirdische Eis-/Kaltwasserspeicher ergänzt.
  • Die PV-Anlage wird ca. 1.700 Module besitzen. Die Gesamtleistung wird rund 530 kWp betragen. Die Anlage fungiert als Dach des Parkhauses und ist ebenfalls an die Kältezentrale gekoppelt.
  • Die Fassadenbegrünung an der Ostseite trägt zur Steigerung der urbanen Biodiversität bei. Mit einer Kombination aus boden- und wandgebundener Begrünung, Bienen- und Fledermaushabitaten sowie weiteren Löss-, Lehm- und Grünflächen schafft sie ohne eigenen Grundflächenverbrauch eine Grünfläche von 500 qm. Diese bietet Platz für bis zu 70.000 Bienen und bis zu 2.200 Fledermäuse. Die Grünfassade führt zu einer Umwandlung von bis zu 1,6 t CO2 und bindet bis zu 300 kg Feinstaub pro Jahr.

 

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