Stadtwerke Heidelberg beteiligen sich an Biomethan-Aufbereitungsanlage

(vom 7. Mai 2014)

Seit gestern Abend ist es offiziell: Die Stadtwerke Heidelberg und die RheinWerke, ein gemeinsames Unternehmen der Kölner RheinEnergie und den Stadtwerken Düsseldorf, sind der Gesellschaft Biogas Pool 3 für Stadtwerke als Kommanditisten beigetreten und haben sich mit Unterstützung des Projektentwicklers Arcanum Energy Systems den langfristigen Bezug von Biomethan gesichert. Dieser Schritt markiert einen weiteren Baustein in der Energiekonzeption 2020, mit dem der regionale Energieversorger die Energiewende vor Ort voranbringt. Bis zum Jahr 2017 will das Unternehmen 30 bis 40 Prozent seines Stromes selbst erzeugen und darüber hinaus in Übereinstimmung mit den Klimaschutzzielen der Stadt Heidelberg den Anteil der erneuerbaren Energien an der öffentlichen Wärmeversorgung mit Fernwärme weiter erhöhen. Durch das neue Holz-Heizkraftwerk des Unternehmens, das am 14. April feierlich eingeweiht wurde, ist der Anteil an erneuerbaren Energien an der Fernwärme bereits auf 14 Prozent gestiegen. Außerdem gingen Ende 2013 zwei Biomethan-BHKW in Betrieb, die den Anteil auf insgesamt 18 Prozent erhöhen; bis Ende 2014 soll der Anteil durch den Bau weiterer BHKW auf 20 Prozent steigen. „Mit dem Beitritt zu der Gesellschaft Biogas 3 Pool für Stadtwerke können wir den günstigen und ökologisch optimierten Bezug von Biomethan für unsere Anlagen sicherstellen", sagt Michael Teigeler, Geschäftsführer der Stadtwerke Heidelberg Energie. Denn die Gesellschaft Biogas Pool 3 für Stadtwerke errichtet und betreibt künftig eine Biogasaufbereitungsanlage im brandenburgischen Wolfshagen und verfügt über einen langfristigen Bezugsvertrag mit der Biogas Wolfshagen GmbH, einem Zusammenschluss von Landwirten aus der dortigen Region, die das Rohbiogas liefert. In der Aufbereitungsanlage, an der sich die Stadtwerke Heidelberg nun beteiligen, entsteht insgesamt 65 Mio. kWh Biomethan pro Jahr, die ins Gasnetz eingespeist wird und den Wärmebedarf von rund 2000 Einfamilienhäusern deckt. „Wir erwarten uns aus der Anlage in Wolfshagen einen klaren langfristigen Preisvorteil gegenüber sonst üblichen Lieferverträgen" begründet Teigeler das Engagement der Stadtwerke Heidelberg.

Nachhaltigkeit ist wichtiges Kriterium
„Mit Biomethan können wir in hocheffizienten Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen auch dann Strom zu erzeugen, wenn Strom aus Wind und Sonne nicht zur Verfügung stehen" sagt Michael Teigeler, Geschäftsführer der Stadtwerke Heidelberg Energie.
„Außerdem ermöglicht uns die Beteiligung an der Anlage den direkten Austausch mit den Landwirten - das ist, neben der Tatsache, dass wir den Anteil erneuerbarer Energien weiter ausbauen, ein weiterer Pluspunkt für den Umwelt- und Klimaschutz.".

Ausgezeichnetes Modell
Projektentwickler und bisheriger Gesellschafter der Aufbereitungsanlage ist die Arcanum Energy-Unternehmensgruppe, die in 2011 für ihren Biogaspool 1 für Stadtwerke den Preis „Biogaspartnerschaft des Jahres 2011" der deutschen Energieagentur (dena) gewonnen hat. Damit würdigte die dena das „neue Basismodell einer Stadt-Land-beziehung", das Landwirten als Rohstoff-und Rohbiogaserzeuger den Einstieg in die Biomethanproduktion ermöglicht. „Biomethan gibt langfristig und nachhaltig handelnden Stadtwerken die Möglichkeit, die Energiewende ein gutes Stück voranzutreiben", ergänzt Dr. Helmut Kern, Arcanum Energy.

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