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25 Jahre EMAS-Umweltmanagement

(vom 11. Februar 2020)

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Stadtwerke Heidelberg erhalten erneut Umweltzertifikat.

Neunte EMAS-Validierung

Zum neunten Mal in Folge wurden die Stadtwerke Heidelberg für ihr Umweltmanagement nach der freiwilligen europäischen EMAS-Verordnung ausgezeichnet. Anfang Februar bestätigte ein externer Gutachter, dass der regionale Energieversorger alle Anforderungen der freiwilligen Umweltmanagement-Verordnung einhält. Erstmals wurde neben den Standorten der Stadtwerke Heidelberg in den Stadtteilen Bergheim und Pfaffengrund auch der Standort der Stadtwerke Neckargemünd, einer Mehrheitsbeteiligung des Stadtwerke Heidelberg, in die Prüfung einbezogen.

Mehrere Tage waren Umweltgutachter Georg Hartmann und Thimo Glock von KPMG Cert aus Köln vor Ort in Heidelberg und Neckargemünd, um Daten, dokumentierte Regelungen und weitere Unterlagen zu sichten. Zudem überzeugten sie sich in zahlreichen Gesprächen mit Ge­schäftsführung und Mitarbeitern der Stadtwerke Heidelberg von der Wirksamkeit des Um­weltmanagementsystems. Auf dieser Basis bestätigten sie schließlich, dass das Unternehmen die Anforderungen der freiwil­ligen Verordnung erfüllt. Die Stadtwerke Heidelberg können da­her das EMAS-Logo weitere drei Jahre nutzen. Die Stadtwerke Neckargemünd wurden nun erstmals ebenfalls ausgezeichnet.

Anspruchsvolles System

Die EMAS-Verordnung fordert nicht nur eine systematische Bestandsaufnahme der Umweltwirkungen und ihrer Entwicklung, sondern auch konkrete Ziele sowie Maßnahmen, wie diese zu erreichen sind. Zudem müssen die geprüften Unternehmen ein Umweltmanagementhandbuch vorlegen, das alle umweltbezogenen Abläufe regelt. Einen weiteren Fokus legt die Verordnung auf Rechtssicherheit: Die teilnehmenden Unternehmen müssen nachweisen, dass alle zutreffenden rechtlichen Regelungen bekannt sind und eingehalten werden. Anders als etwa die Umweltmanagement-Norm ISO 14.001 umfasst die EMAS-Verordnung zudem die Anforderung, eine umfassende Umwelterklärung über die Umwelt-Organisation sowie Umweltziele, -maßnahmen und -auswirkungen vorzulegen, um in der Öffentlichkeit Transparenz über Fortschritte im Umweltschutz zu schaffen. „EMAS ist ein anspruchsvolles System“, sagt Falk Günther, Geschäftsführer der Stadtwerke Heidelberg Netze. „Und genau deshalb haben wir uns dafür entschieden, es fortzusetzen. Das EMAS-System trägt dazu bei, dass wir rechtssicher agieren. Zudem gibt es uns immer wieder neue Impulse für den Umweltschutz in unseren Prozessen. Dabei profitieren wir auch vom Blick des externen Gutachters.“

Umweltschutz mit Tradition

Die Stadtwerke Heidelberg waren das erste kommunale Querverbundunternehmen, das im Jahr 1995 ein systematisches Umweltmanagementsystem für die gesamte Erdgas-, Fernwärme-, Strom- und Wasserversorgung sowie für den Personennahverkehr aufgebaut hatte und sich prüfen ließ. Damals war die europäische EMAS- bzw. Öko-Audit-Verordnung noch in der Entwicklung. Beim Aufbau des Systems und insbesondere bei der Aufstellung der ersten betrieblichen Umweltbilanz begleitete vor nun 25 Jahren das ifeu-Institut aus Heidelberg das Unternehmen. Als die EMAS-Verordnung dann 1996 in Kraft trat, ließ sich der Versorger noch einmal offiziell extern validieren.

Immer wieder neue Schwerpunkte

Seither wird das Unternehmen alle drei Jahre extern geprüft. Die Themen haben sich zwischenzeitlich geändert. „Einige Jahre haben wir uns beispielsweise sehr intensiv mit Themen wie Gefahrstoffsubstitution beschäftigt“, berichtet der Umweltbeauftragte Alexander Ritz. „Da sind wir inzwischen sehr gut aufgestellt. Nun wenden wir uns verstärkt der nachhaltigen Beschaffung zu. Zunächst haben wir zusammen mit unserem Einkauf dafür gesorgt, dass Umweltschutz als gleichwertiges Leistungskriterium neben anderen technischen Anforderungen in die Ausschreibungen aufgenommen werden kann. Nun steigen wir mit einzelnen Fachabteilungen intensiv ein, um Kriterien für bestimmte Warengruppen zu definieren.“ Weitere Themen, die bei dem Unternehmen umweltseitig auf der Agenda stehen, sind eine nachhaltige Ausrichtung im Bereich der Gebäude und der Verwaltungsabläufe beim geplanten Umzug der Hauptverwaltung Anfang 2021. Zudem befassen sich die Stadtwerke Heidelberg Netze mit einer zukunftsorientierten Ausrichtung des Fuhrparks. „Es gibt viele denkbare Entwicklungspfade dafür – wir sind gerade dabei, den für uns besten Weg, mit dem wir Luft und Klima schützen können, in einer Studie zu identifizieren“, erklärt Falk Günther. „In der nächsten Umwelterklärung werden wir konkreter darüber berichten können. Denn wir sind EMAS bis heute treu geblieben – und haben das auch künftig vor.“

Die Umwelterklärung kann hier downgeloaded werden.

 

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